Warum Menschen am Lebensende nicht mehr essen Ein Mensch liegt im Bett. Er isst kaum noch. Vielleicht nimmt er nur noch zwei Löffel Joghurt. Vielleicht dreht er den Kopf weg, wenn man ihm Suppe anbietet. Für Angehörige ist das oft kaum auszuhalten. Denn Essen bedeutet Leben. Essen bedeutet Fürsorge. Essen…
Kategorie: Grenzerfahrung
Sterbebettvisionen: Was Sterbende am Lebensende sehen
Die 70-jährige Mary, Malerin und vierfache Mutter, war eine meiner ersten Hospiz Patienten. Als ich sie in ihrem Zimmer besuchte, hatte sich die “ganze Rasselbande”, wie sie ihre Verwandtschaft nannte, bei einer Flasche Wein um ihr Bett versammelt.Auch wenn sie hin und wieder weg dämmerte, schien Mary das zwangloses Familientreffen…
Was, wenn dein Körper noch im Schnee liegt?
Was Bibliotherapie ist – und warum sie da wirkt, wo Worte nicht mehr reichen Bevor du weiterliest: Im nächsten Abschnitt erzähle ich von einem Unfall in den Bergen. Nichts Drastisches passiert – aber wenn du selbst gerade etwas Akutes hinter dir hast, lies langsam. Du kannst jederzeit aufhören und beim…
Ist Sterben schmerzhaft?
Ob Sterben schmerzhaft ist fragen sich die Menschen vermutlich seit tausenden von Jahren. Das ist verständlich, denn an sich schwingt hier vor allem die Angst vor dem Sterben mit. Der Mensch kann sich sterben nicht vorstellen. Alles, was der Mensch nicht kontrollieren kann, beeinflussen kann, macht ihm Angst–Das liegt in…
Monatsrückblick März 2026: Straßburg, low Schreibflow, True Crime und ein Wolf
Der März war kein Monat der großen Ereignisse. Nicht wie im Februar, da alles gleichzeitig Fahrt aufgenommen hat. Eher im Gegenteil. Im März manches still, manches hat nur zögerlich Form angenommen und gleichzeitig war mein eigener Frust doch recht hoch, so dass ich mich selber zur Raison rufen musste, um…
Nahtoderfahrung als Selbstfindung?
Kontrollierte Grenzerfahrung Seriously? Es ist Nacht.Draußen herrscht eine tief dunkle Nacht, eine Dunkelheit, die man in sternenlosen Neumondnächten erlebt. Kerzenlicht flackert in einer kühlen Abtei, vielleicht einer verlassenen Kirche irgendwo in einem Stadtviertel, das tagsüber harmlos wirkt und nachts zum unheimlich verlassenen Ort wird. Hinter provisorischen Abdeckungen von Restaurationsarbeiten, zwischen…
Die verstörende Veränderung kurz vor dem Tod
Delir(ium) kommt aus dem Lateinischen. Das Verb “delirare” bedeutet nicht nur, einfach verwirrt sein, sondern “aus der Furche geraten” oder “von der geraden Spur abweichen”, und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen “de” = weg oder ab und “lira” = Furche (damals v.a die Pflugfurche). Auf den Menschen übertragen bedeutet…
Was ist Palliativmedizin – was ist es nicht
Palliativmedizin – oft auch als Palliative Care bezeichnet – ist ein Ansatz, der den Blick konsequent auf das richtet, was für Betroffene im Alltag wirklich zählt: Lebensqualität. Gemeint ist die umfassende Begleitung von Patientinnen und Patienten und ihrer Familien, wenn sie mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung…
„Ich will nicht mehr“: 8 Gedanken, was Menschen am Lebensende wirklich meinen
Nicht selten hören Menschen, die in der Palliativmedizin arbeiten, diesen Satz: „Ich will nicht mehr.“ Mitunter kommt er so leise, dass man ihn eher errät als versteht; mitunter wird er herausgeschleudert, wütend, verzweifelt, wie ein letzter Versuch, etwas zu stoppen. Was bedeutet er? Ist es ein Satz, den man routiniert…
10 Mythen – 10 Wahrheiten über „sterben lassen“
„Wir wollen doch nicht, dass er einfach stirbt.“Wenn so ein Satz durch Angehörige fällt, spürt man die Angst und die Liebe, die darin stecken. Niemand will zusehen, wie ein Mensch verschwindet. Aber manchmal kommt der Moment, in dem Kämpfen nichts mehr verändert – nur verlängert, was längst Abschied ist.„Sterben lassen“…
