Blogparade: Was rettet dich, wenn der Tag schon morgens aus dem Ruder läuft?

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Manche Tage fangen schräg an und verweigern konsequent eine “Geradung”.

Der Kaffee ist verschüttet, natürlich auf ein wichtiges Dokument oder Buch, der Schlüssel mal wieder nicht zu finden, die Inbox voll, und das Gehirn hat bereits gekündigt. Nicht fristgerecht. 

An Tagen da ich Dienst auf dem Helikopter beginne, kann das Szenario solcher Tage folgendermassen aussehen: ich noch nicht wach genug, um Herr aller meiner Sinne zu sein, die Bergstiefel noch nicht an und schon kommt der erste Alarm: “OMG, neben der noch fehlenden Stiefel, habe ich noch kein Geschirr für eine mögliche Seilwindenrettung. Wo um Himmels Willen ist das IPad auf dem wir unsere Einsätze protokollieren? Achso, angemeldet bei der Leitstelle bin ich auch noch nicht.” 

Noch bevor man richtig wach ist, hat der Tag offenbar beschlossen, sich als Belastungstest zu verkleiden.

Früher dachte ich, ich bräuchte in solchen Momenten einen Plan. Einen vernünftigen. Mit Prioritäten, Listen, Wasser trinken und Atemübungen.

Inzwischen weiß ich: Ich brauche keinen Plan. Ich brauche einen Notfallkoffer.

Meiner enthält eine innere Durchsage:

Achtung, dieser Tag wird wegen technischer Schwierigkeiten nur eingeschränkt ernst genommen.

Außerdem einen Notfall-Soundtrack: „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit“ von den Toten Hosen. An Tagen, an denen man sich keine Unendlichkeit wünscht, sondern eine sofortige Unterbrechung. Aber wo ist heute die Resettaste?

Dadurch wird es zwar nicht besser, aber es übertönt kurz die interne Krisensitzung.

Und genau darum geht es in dieser Blogparade.

Nicht um perfekte Morgenroutinen. Nicht um „Du musst nur positiver denken“. Nicht um die zehn Schritte zurück in die Kontrolle. Sondern um die ehrliche Frage:

Was rettet dich, wenn der Tag schon morgens aus dem Ruder läuft?

Was hilft wirklich? Nicht theoretisch. Sondern an einem dieser Tage, an denen schon vor acht Uhr klar ist: Das hier wird kein Meisterwerk.

Vielleicht ist es ein Lied. Ein Satz. Ein Spaziergang. Ein sehr bestimmter Kaffee. Eine Serie, die du auswendig kennst. Ein Mensch, der nicht fragt, was los ist, sondern einfach Schokolade öffnet. Vielleicht ist es etwas völlig Absurdes, das du irgendwann aus Verzweiflung ausprobiert hast und nie wieder aufgehört hast.

Genau das interessiert mich.

Was ist eine Blogparade?

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Bei einer Blogparade setzt ein Blog ein Thema. Andere Bloggerinnen und Blogger greifen dieses Thema auf und schreiben auf ihrem eigenen Blog einen Beitrag dazu.

Das Thema dieser Blogparade lautet:

Was rettet dich, wenn der Tag schon morgens aus dem Ruder läuft?

Du schreibst deinen eigenen Artikel dazu auf deiner Website und verlinkst in deinem Beitrag diesen Aufruf, den du gerade liest. Sobald dein Artikel fertig ist, kannst du ihn hier unten über den Magic Link eintragen.

So entsteht nach und nach eine Sammlung von Beiträgen zum selben Thema — aber aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Und genau das mag ich an Blogparaden: Man stellt eine Frage in den Raum und bekommt Antworten, auf die man allein nie gekommen wäre.

Diese Blogparade läuft bis Sonntag, 2. August 2026. Bis dahin kannst du deinen Beitrag veröffentlichen und hier verlinken.

So nimmst du an dieser Blogparade teil

Schreib einen Beitrag zum Thema:

Was rettet dich, wenn der Tag schon morgens aus dem Ruder läuft?

Veröffentliche ihn auf deinem Blog. Falls du keinen eigenen Blog hast, kannst du deinen Beitrag auch gerne hier unter diesem Artikel als Kommentar hinterlassen.

Verlinke in deinem Artikel diesen Blogparaden-Aufruf — am besten in der Einleitung oder im Fazit. So wissen deine Leserinnen und Leser, worum es geht und wo sie weitere Beiträge zur Blogparade finden.

Sobald dein Beitrag online ist, trag ihn unten über den Magic Link ein. Dann ist dein Artikel für alle sichtbar und ich finde ihn garantiert.

Die Blogparade endet am Sonntag, 2. August 2026.

Leitfragen für deinen Beitrag

Du musst nicht alle Fragen beantworten. Du musst überhaupt keine davon beantworten. Sie sind nur als Einstieg gedacht, falls du vor dem leeren Dokument sitzt und dein Gehirn ebenfalls gekündigt hat.

Vielleicht hilft dir eine dieser Fragen:

  • Was tust du, wenn der Tag schon beim ersten Kaffee falsch abbiegt?
  • Gibt es einen Satz, der dich zuverlässig aus dem inneren Durcheinander holt?
  • Welches Lied gehört in deinen persönlichen Notfall-Soundtrack?
  • Was ist deine absurdeste Strategie, die trotzdem funktioniert?
  • Was hast du aus purer Verzweiflung ausprobiert — und dann beibehalten?
  • Gibt es einen Gegenstand, der dich an schlechten Tagen rettet?
  • Welche kleine Sache macht einen miesen Tag nicht gut, aber erträglicher?
  • Wen rufst du an, wenn du keine vernünftigen Lösungen brauchst, sondern jemanden, der kurz mit dir schimpft?
  • Was liegt in deinem persönlichen Notfallkoffer?
  • Was würdest du jemandem empfehlen, dessen Tag schon morgens beschlossen hat, schwierig zu werden?

Schreib so persönlich, nüchtern, albern, ehrlich oder dramatisch, wie du möchtest.

Es muss kein großer Lebensratgeber werden.

Ein ehrlicher Blick in deinen Notfallkoffer reicht völlig.

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Ich freue mich auf deinen Beitrag — und auf alles, was Menschen so in ihren Notfallkoffern aufbewahren, während der Tag im Hintergrund verrückt spielt.

Wenn dein Artikel fertig ist, kannst du ihn hier direkt verlinken: bis Sonntag, 2. August 2026

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