Januar ist oft ein Monat, den man nicht schönreden kann.
Januar ist grau und neblig – ein authentischer, reiner Monat ohne Schnörkel. Ohne die Lichter des Dezembers, ohne die Energie des Mai, ohne den Lärm der Sommermonate.
Und vielleicht ist genau das seine Qualität. Januar hat nichts ablenktet. Er hat keine Ausrede, keinen Glitzer, keine übervollen Kalender. Er ist wie eine leere Fläche: still, ehrlich, manchmal ein bisschen spröde.
Aber gerade dadurch wird sichtbar, was wirklich da ist – im Körper, im Kopf, im Leben.
Für mich war Januar 2026 genau so ein Monat: nicht spektakulär, aber klärend. Einer, in dem sich Neues nicht als Feuerwerk gezeigt hat, sondern als Verschiebung. Ein anderer Rhythmus. Erste Spuren in Richtung Blog.
Und ein leiser Beginn von etwas, das nicht nur „neues Jahr“ ist, sondern Neubeginn.
Was mein Januar war
Thema #1: Mein Start in The Content Society, WordPress, Blog-Routine & plötzlich: echte Texte
Gleich zum Jahresanfang bin ich in The Content Society eingestiegen – und es fühlt sich an, als hätte ich mir selbst ganz offiziell den Startschuss für ein neues Kapitel gegeben. Nicht so ein „Ich nehme es mir vor“-Kapitel, sondern eher eins mit: Okay, jetzt wird’s konkret. Jetzt passiert wirklich was.
Den ersten Samstag des Jahres habe ich komplett damit verbracht, meine neue WordPress-Website zu erstellen-zähneknirschend. WordPress und ich – wir sind (noch) keine große Liebesgeschichte. Eher so eine Zweck-WG, in der einer ständig die Möbel umstellt und der andere nur wissen will, wo verdammt nochmal die Kaffeetassen stehen.
Aber: Mit der Unterstützung aus TCS war’s dann doch machbar. Plötzlich hatte ich nicht nur Fragezeichen im Kopf, sondern echte Schritte, die ich abarbeiten konnte. Und das ist für mich der entscheidende Unterschied zwischen „Technikchaos“ und „ich krieg das hin“.

Was mich aber im Januar wirklich gefreut hat:
Ich schreibe. Regelmäßig. Seit der ersten Januarwoche habe ich mindestens einen Blogartikel pro Woche geschrieben. Bis dato waren das vor allem Judith Peters wöchentlichen Blogempfehlungen – liebevoll zusammengestellt, und ehrlich gesagt: genau mein Ding, weil ich etwas an die Hand bekomme, worüber man schreiben kann und sich nicht erstmal das Hirn zermartern muss, was die Welt da draussen wohl interessant findet zu lesen.
Und dann kam noch ein kleiner Meilenstein dazu: Ich habe inzwischen sogar meinen ersten „Was ist …?“-Artikel geschrieben. Also so ein Beitrag, bei dem man nicht nur „hier sind drei Tipps“ raushaut, sondern wirklich erklärt, strukturiert, herleitet – und dabei trotzdem lesbar bleibt. (Spoiler: Das ist gar nicht so leicht, wie es klingt.)
Das Beste daran: In TCS bekomme ich wirklich konstruktive Verbesserungsvorschläge. Nicht dieses „Sieht gut aus!“ (nett, aber bringt mich nicht weiter), sondern konkretes Feedback, das meinen Text tatsächlich besser macht. Und ich merke, wie ich mit jedem Artikel sicherer werde.
Und jetzt stelle ich fest, ich habe richtig Spaß am Schreiben. Am Formulieren, am mich Ausdrücken, am Denken in Sätzen. Plötzlich passiert etwas sehr Beruhigendes: Ideen, die vorher nur als diffuse Gedanken im Kopf herumgeschwirrt sind, stehen auf einmal schwarz auf weiß da. Sie werden konkret. Greifbar. Und vor allem: Sie geraten nicht mehr einfach wieder in Vergessenheit, weil der Alltag darüber rollt.
Wenn ich das so lese, klingt es fast, als wäre WordPress gar nicht das Hauptthema gewesen. Vielleicht war TCS im Januar weniger „Website bauen“ und mehr: Ich baue mir gerade eine Stimme. Und die fühlt sich überraschend nach mir an.
Außerdem sind meine bisherigen wenigen Blogartikel von blogger.com erfolgreich umgezogen – und zwar ins neue Zuhause bei WordPress!
Thema #2: Leise Töne – großes Ziel
Parallel zu meinem WordPress-Abenteuer (aka: „Warum ist dieser Button nicht da, wo er gestern noch war?!“) habe ich im Januar noch etwas gestartet, das sich deutlich sanfter anfühlt – aber innerlich mindestens genauso groß ist: Ich habe den Kurs „Leises Marketing“ bei Linda Kunze (Leisepreneur) begonnen.
Das war überfällig!
Denn 2026 soll für mich das Jahr werden, in dem ich wirklich sichtbar werde. Nicht dieses „Ich poste mal ab und zu was und hoffe, irgendwer merkt’s“-sichtbar. Sondern so sichtbar, dass die Menschen, für die ich das alles mache, mich finden können. Menschen, die gerade im Überlebensmodus feststecken. Die funktionieren, durchhalten, weitermachen – und dabei irgendwo unterwegs sich selbst verloren haben. Die zwar „irgendwie klarkommen“, aber innerlich längst merken: So kann es nicht dauerhaft weitergehen.
Genau die möchte ich erreichen. Weil ich weiß, wie sich das anfühlt. Und weil ich weiß, dass es Wege zurück gibt – zurück ins Leben, zurück ins Spüren, zurück zu mehr Ruhe im System. Dies ist mein Herzensziel.
Was ich an „Leisem Marketing“ schätze: Es fühlt sich nicht nach Selbstdarstellung an, sondern nach Verbindung. Nach einem klaren, ruhigen Weg: Ich zeige mich – in meinem Tempo, mit meiner Art, ohne Marktschreier-Energie. Und trotzdem mit Strategie. (Ja, offenbar geht beides. Wer hätte das gedacht?)
Und genau das ist das neue Gefühl im Januar: Ich arbeite nicht mehr „irgendwie“ vor mich hin, sondern strukturiert. Mit Richtung. Mit Plan. Und mit dem leisen, aber sehr deutlichen Gedanken: Okay. Dieses Jahr wird wirklich was anders.




Thema #3: Mein erstes digitales Produkt
Im Januar habe ich, unter Anleitung in einem Abendworkshop, mein erstes digitales Produkt erstellt – einen Onlinekurs, Einführung in die Beeinflussung körperlicher Reaktionen nach Extremsituationen.
Außerdem habe ich begonnen, Ideen für einen Workshop mit dem Thema „Unauffällige Befunde – und trotzdem körperliche Symptome“ zu entwickeln.
Beides hätte ich sogar schon beworben … wenn da nicht wieder die Technik wäre. 😅 Ich verstehe immer noch nicht so ganz, wie ich eine Landingpage mit meinem Zahlungsanbieter verbinde. Letzteren verstehe ich auch nur bedingt. Offen gesagt: Die Technik ist momentan noch mein Endgegner.

Januar-Thema Nr. 3
Neubeginn im Körper: Schnee, Langlaufen – und das Gute am Unperfekten
Januar war nicht nur Planung, To-dos und Technik. Er war auch ein Monat, in dem ich mich wieder mehr im Körperverankert habe – auf sehr winterliche Weise: Schnee.
Schnee verändert für mich sofort die Stimmung. Die Welt wird leiser, gedämpfter, reduzierter. Geräusche wirken weicher, der Blick klarer. Es ist, als würde die Umgebung selbst ein bisschen „runterregeln“. Genau das liebe ich daran. Schnee ist für mich nicht nur schöne Kulisse, sondern ein Zustand: Stille, Klarheit, weniger Reiz.
Und dann kam etwas Neues dazu: mein erstes Mal klassisches Langlaufen. Ich hatte keine Erwartung, dass das elegant wird. Ich wusste eher: Ich werde wackeln, stolpern, mich komisch fühlen. Und genau das war gut. Dieses Unperfekte hatte etwas Befreiendes – weil es nicht ums Können ging, sondern ums Tun.
Langlaufen hat einen gleichmäßigen Rhythmus: Schritt, Gleiten, Stockeinsatz – wiederholen, vorwärts. Es fordert Präsenz, aber keine Show. Und es sortiert den Kopf nicht durch Nachdenken, sondern durch Bewegung. Der Körper sendet eine klare Botschaft: Ich bin hier. Ich bewege mich. Ich habe Einfluss.
Für mich war das im Januar eine ziemlich gute Metapher: nicht perfekt – aber in Bewegung. Nicht fertig – aber unterwegs.

Was sonst noch im Januar los war
- Ich hatte einen straffen Dienstplan
- Die Vorbereitungen auf die Prüfung in Palliativmedizin im Februar laufen auf Hochtouren. Beides hat zusätzlich viel Raum eingenommen. Kein Wunder also, dass mein Kopf nicht immer frei war – vor allem für Dinge, die ich nicht gerne mache, weil ich sie nicht sofort verstehe und bei denen ich mich erstmal gründlich einarbeiten muss. Wenn es nicht schnell genug geht, ist das nicht in Einklang zu bringen mit meinem Geduldsfaden, welcher leider nicht besonders lang ist – obwohl ich schon viel besser geworden bin und immer öfter mal auch gelassener sein kann.
- Ich mein erstes Buch von Simone de Beauvoir gelesen: Ein sanfter Tod .Beauvoir macht es sich nicht einfach: Leben, Sterben und Beziehung zur Mutter bleiben komplex – klare, präzise Formulierung ohne Schnörkel.
- Kultur – Events: Musical (We will Rock you – in Stuttgart), Kirchenkonzert in St Blaise im Dom und Neujahrskonzert im Ulmer Theater. Das bedeutete einfach Spass am Leben.
- Beim Lawinentraining mit meinen Kollegen war es nicht nur mühsam, den „Verschütteten“ zu finden und auszugraben – es gab so viel zu lachen
Was ich im Januar 2026 gebloggt habe
- Was ist Romantherapie ? Es geht um die Wissenschaft dahinter, die Geschichte zeigt, dass es keine neue fancy Therapie ist, sondern im Gegenteil schon sehr lange existiert
- Was sich 2026ändert: Neue Prioritäten rund um mein Business Hier liest du alles, was ich in 2026 machen möchte, um Menschen zu helfen
- Von To Do über To Want hinzu Chronik meiner unerledigten Wünsche hier liest du alles, was ich mir fürs erste Quartal in 2026 vorgenommen habe. Man ist effektiver, wenn man in 12-Wochen Jahre denkt, weil man dann nicht alles an das Jahresende verschiebt und es letztlich nicht mehr hinbekommt.
- 12 von 12 im Januar: Endlich ist der Winter zurück 12 schöne Winterfotos am 12. Januar 2026, die Welt ist sooooo schön und das Leben noch mehr
- 33 Fun Facts über mich Dinge, die ihr vielleicht noch nicht von mir/ über mich wusstest
- Mein Motto für 2026: Vom Überleben zurück zum Leben Gemäss meiner Neupositionierung, möchte ich Menschen helfen, die medizinische Extremsituationen am eigenen Leib erlebt haben oder Angehörige von Menschen sind, die eine Grenzerfahrung erleben mussten, von ihrem Überlebensmodus zurück in ihr Leben zu finden; denn überleben ist nicht das selbe wie Leben
- Jahresrückblick 2025: Mein „Debugging“-Jahr
Ausblick auf den Februar 2026
- Prüfung Palliativmedizin: Im Februar steht die Prüfung für die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin an – entsprechend läuft gerade eine intensive Lernphase mit klarer Priorität auf Fokus und Stoff.
- Blogparade: Judith Peters plant eine Blogparade nach dem Motto „10 Blogartikel in 10 Tagen – oder so viel, wie geht, ohne danach ausgebrannt zu sein“: ambitioniert, aber mit eingebauter Bremse.
- Website-Baustelle I: Ich erstelle die Landingpage für meinen Onlinekurs „Einführung in die Beeinflussung körperlicher Reaktionen nach Extremsituationen“.
- Website-Baustelle II: Auch der Workshop bekommt eine Seite: „Unauffällige Befunde – und trotzdem körperliche Symptome“
- Website Baustelle III: Neubau meiner Startseite
- Freebie-Erstellung
- Skifahren & Langlauf als bergungstechnischer Gegenpol, damit Februar nicht nur aus Kopf und Bildschirm besteht.