Jahresrückblick 2025 Mein „Debugging“-Jahr

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Am Ende von 2024 war ich überzeugt, dass 2025 mein Jahr werden würde. Nicht im Sinne von größer, schneller oder sichtbarer, sondern stimmiger. Ich hatte Pläne, Ideen und einen klaren inneren Impuls, der sich ruhig, aber tragfähig anfühlte. Rückblickend begann das Jahr jedoch früh “struppig”. Menschen aus meinem Umfeld starben, andere wurden schwer krank. Auffällig war, dass sich vieles um das Gehirn drehte – als würde ausgerechnet das Organ, das Orientierung, Sprache und Identität ermöglicht, besonders verletzlich sichtbar. Parallel dazu blieb die Welt laut. Kriege gingen weiter, ungelöst und unerbittlich. Während im Außen kaum Ruhe entstand, begann sich in meinem Inneren etwas zu verschieben.

Vieles passte plötzlich nicht mehr. Nicht als klarer Bruch, nicht als einzelner Fehler, sondern als anhaltende Dysfunktion. Rollen, Strukturen und Pläne liefen formal weiter, produzierten aber zunehmend Reibung. Entscheidungen erforderten mehr Aufwand, Abläufe verloren an Effizienz, und Selbstverständlichkeiten mussten permanent neu begründet werden. Was früher getragen hatte, funktionierte nur noch unter erhöhtem Einsatz. Ein Zustand unter Spannung mit nur noch reduzierter Tragfähigkeit – einer, der sich nicht weiter ignorieren ließ.

Diese Irritation zeigte sich auch ganz konkret. Mein neu gestarteter Blog ließ sich nur bedingt in meine bestehende Webseite integrieren, die keine klassische Blogstruktur hat. Blogger.com erwies sich ebenfalls nicht als elegante Lösung. Parallel dazu veränderte sich meine Positionierung – nicht geplant, sondern notwendig. Gedanken waren da, Inhalte auch, aber sie wollten sich nicht sauber fügen. Im Verlauf des Jahres wurde deutlicher, dass sich meine Interessen nicht auf ein klar umrissenes Feld reduzieren lassen. Ich arbeitenotfallmedizinisch und algorithmenkonform, und vertiefe mich zugleich palliativmedizinisch in Fragen von Begleitung, Begrenzung und Verantwortung. Themen wie Erschöpfung, Angst oder Burnout sind relevant, bilden aber nicht das Ganze. Als Notärztin bin ich es gewohnt, Zusammenhänge schnell zu erfassen und schnelle Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig rücken gesellschaftliche Fragen stärker in den Vordergrund: die Stellung von Frauen, strukturelle Ungleichheiten, Gewalt, Misogynie. Diese Ebenen lassen sich nicht trennen. Wie sie sich bündeln lassen, ist offen. Dass sie nebeneinander bestehen müssen, nicht.

In dieser Gemengelage begann ich, das Jahr rückblickend als mein “Debuggingjahr” zu begreifen. Debugging stammt aus der Computerprogrammierung und beschreibt einen mehrstufigen Prozess: Zunächst wird ein Problem identifiziert, dann wird seine Ursache isoliert. Anschließend wird der Fehler entweder behoben oder umgangen. Der letzte Schritt besteht darin, die Korrektur zu testen und zu prüfen, ob sie tatsächlich funktioniert (Matt Heusser) – Debuggen – auf Deutsch auch Entwanzung – ist kein kreativer Akt, sondern eine notwendige, oft mühsame Arbeit. Sie nimmt in der Softwareentwicklung einen erheblichen Teil der Zeit ein. Interessanterweise kann der Begriff Debugger sowohl das Programm als auch die Person bezeichnen, die diesen Prozess durchführt. Genau darin liegt für mich der Kern dieses Jahres. 2025 war kein Jahr der Ergebnisse, sondern der Diagnose. Kein Jahr des Aufbaus nach außen, sondern eines der inneren Fehleranalyse. Ich wollte Kunden, ich wollte arbeiten, begleiten, anbieten – real, nicht laut. Aber zu viele Ebenen waren gleichzeitig in Bewegung, um etwas Tragfähiges zu versprechen. Fachliche Vertiefung, strukturelle Veränderungen, innere Klärung und äußere Brüche liefen parallel. Der Wunsch war da, der Zeitpunkt nicht.

Hinzu kamen unfreiwillige Zäsuren, die wie externe Störungen wirkten. Sie unterbrachen Routinen, machten Abhängigkeiten sichtbar und zwangen dazu, Annahmen zu überprüfen, die zuvor unhinterfragt gegolten hatten. Diese Einschnitte waren nicht geplant und nicht willkommen, aber sie wirkten präzise. Sie legten offen, was unter veränderten Bedingungen nicht mehr stabil lief.

Gleichzeitig gab es viele funktionierende Teilbereiche: schöne Momente, tragfähige Begegnungen, klare Erfahrungen. Sie waren kein Gegenbeweis, sondern Teil der Diagnose. Denn Debugging bedeutet nicht, dass alles fehlerhaft ist, sondern dass ein Gesamtsystem unter bestimmten Bedingungen nicht mehr zuverlässig arbeitet. Gerade diese Gleichzeitigkeit – Belastung und Leichtigkeit, Bruch und Gelingen – machte das Jahr komplex.

2025 war damit kein Jahr des Scheiterns, sondern eines der Analysephase. Ursache und Wirkung ließen sich noch nicht vollständig trennen, Korrekturen noch nicht abschließend testen. Aber es wurde sichtbar, wo der Fehler nicht lag – und wo weitergesucht werden musste. Debugging bedeutet, nicht über Störungen hinwegzusehen. 

2025 war das Jahr, in dem ich genau das getan habe: nicht weiterzumachen, als wäre alles in Ordnung, sondern genau hinzusehen, wo es das nicht mehr war.

1. Meine Themen und Highlights in 2025

Weiterbildung in Palliativmedizin

Ein zentrales Thema des Jahres war meine Weiterbildung in Palliativmedizin (bei der unvergleichlichen, empathischen Frau Dr Christina Paul vom Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen), die mich sowohl fachlich als auch persönlich nachhaltig geprägt hat. 

Die Pallitaivmedizin hat meine medizinische Perspektive erweitert und zugleich geschärft. Der Umgang mit schwerkranken oder alten Menschen, mit begrenzter Zeit, komplexen Symptomen und existenziellen (Lebens-)Fragen verlangt eine andere Form von Aufmerksamkeit als viele andere Bereiche der Medizin. Entscheidungen sind selten eindeutig und werden regelmässig überprüft ob ihrer aktuellen Gültigkeit und allenfalls geändert.  

Prioritäten müssen immer wieder neu abgewogen werden, und medizinisches Handeln steht in einem engen Spannungsfeld zwischen fachlicher Expertise, ethischer Verantwortung und menschlicher Präsenz.

Im Laufe der Weiterbildung wurde deutlich, dass Palliativmedizin weniger von Interventionen lebt als von Haltung. Genaues Zuhören, sorgfältiges Beobachten und das Aushalten von Unsicherheit, Angst oder auch Wut und Hilflosigkeit gehören zum Alltag. Nicht jede Situation lässt sich „lösen“, vieles kann nur empathisch begleitet werden. Diese Realität fordert Klarheit, aber auch Zurückhaltung – und die Fähigkeit, präsent zu bleiben, ohne vorschnell handeln zu wollen, insbesondere als Anästhesist und Notfallmediziner neigt man zu schnellen Entscheidungen einer akuten Behandlung. Aber genau das soll Palliativmedizin nicht sein. Hier geht es nicht mehr um “Schnell”, hier gilt es zusammen mit dem kranken / alten Menschen und dessen Angehörigen eine für alle stimmige Lebensqualität zu schaffen und Pläne abzusprechen für den Jetzt-Zustand und für die (nahe) Zukunft, wenn die Krankheit weiter fortschreitet. 

Vor Jahren noch hätte ich mir dies nicht vorstellen können, weil mir als Notärztin es inkorporiert ist, schnelle Entscheidungen treffen zu müssen, um den Patienten so schnell als möglich der Therapie zuzuführen, die ihm tatsächlich das Leben retten kann, und das in dem möglichsten vital stabilsten Zustand. 

Aber mindestens dafür ist Älterwerden gut, dass sich der Blick weitet: weg von der ausschließlichen Fokussierung auf Tempo, Intervention und Rettung hin zu einer Medizin, die eben nicht darauf aus ist Leben zu verlängern, sondern Leiden versteht, Grenzen anerkennt und Menschen gerade dann begleitet, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. 

Diese Perspektive macht Palliativmedizin für mich folgerichtig: nicht als Gegenentwurf zur Akutmedizin, sondern als deren notwendige Ergänzung.

Schreiben und Bloggen

2025 habe ich das Bloggen für mich neu entdeckt – zunächst hatte ich beim scrollen eine Anzeige übers Bloggen gefunden und da ich es schon immer als spannend empfunden hatte, besorgte ich mir als passionierter Leser Literatur dazu, leider erstmal 2 Bücher von zwei Autoren, die einem die Freude am Bloggen verleiten ( die Erste war furchtbar erbost darüber, dass Leute nicht nur aus Spass bloggen sondern auch noch Geld damit verdienen wollten, empfand sie als völlig unseriös – die Zweite war das genaue Gegenteil und sprach nur von technischen Bloggen, also SEO und Co. – habe dank Judith Peters Blog nun den Unterschied zwischen Blogbusiness und Businessblog gelernt) –  schliesslich stiess ich auf Markus Cerenac und obwohl der Titel sehr technisch klingt, bringt er seine Leidenschaft zum Bloggen mitreißend zum Ausdruck. De Facto bin ich kein strategischer oder technischer Blogger, das würde mir die Sache verleiden, aber ich habe gelernt, dass man dynamischer Blogger sein darf und dies in Ordnung ist, auch wieder von Judith , ihr folge ich gerne, weil sie so unkopliziert und empathisch rüberkommt. Deswegen habe ich mich auch direkt mal in ihre The Content Society  eingetragen – ich möchte es von der Pike auf lernen und alle Judith-Tipps erfahren. Für mich ist das Schreiben kein Mittel zur Selbstvermarktung, sondern eine Form des Denkens. Gedanken werden im Schreiben überprüfbar: Unklares muss präzisiert, Widersprüche müssen ausgehalten, Zusammenhänge nachvollziehbar gemacht werden. Genau darin liegt für mich der Wert.

Geschichten haben mich dabei schon immer fasziniert – als Hörerin, Leserin und Erzählerin, weshalb ich auch eine Weiterbildung in Romantherapie – an sich heißt es Bibliotherapie- gemacht habe. Ich bin begeistert davon, dass es für alle möglichen Symptome und mentale Leiden einen Roman gibt. Auch darüber möchte ich in meinem neuen Blog schreiben. 

Der Blog ist für mich ein stimmiger Weg der Sichtbarkeit geworden. Er ist langsamer als Social Media, aber belastbarer. Inhalte müssen hier nicht verkürzt, zugespitzt oder emotional aufgeladen werden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Stattdessen entsteht Raum für Einordnung, Kontext und Differenzierung. Und ja, ich versuche mich regelmässig im social Media content, aber mir als Person ist das an sich zu oberflächlich, zu paparazzihaft – in 2 Sekunden entscheidet meine Headline darüber, ob ich geswiped werde oder ob es mein Post wert ist gelesen zu werden. 

So ist der Blog zu einem Ort geworden, an dem Zusammenhänge erklärt und Erfahrungen strukturiert werden können – nicht ausschliesslich zur Unterhaltung, sondern zur (Neu-) Orientierung, Weiterbildung, als bleibender Wert. 

Newsletter 

Ein weiteres Highlight 2025 war der Aufbau meines Newsletters. Nach mehreren Anläufen mit unterschiedlichen Anbietern, die mich aufgrund technischer Anforderungen eher ausgebremst als unterstützt haben, habe ich schließlich mit Rapidmail eine Lösung gefunden, mit der ich einigermassen praktikabel arbeiten kann – auch ohne ausgeprägte technische Affinität.

Tatsächlich stehe ich noch ein wenig auf Kriegsfuß mit meinem Newsletter. Hier muss ich noch den richtigen Drive finden, um meine bis dato wenigen Newslettereinträger zu informieren und zu unterhalten Im Rahmen eines literarischen Adventskalenders habe ich erstmals regelmäßig kurze, „literarisch heilende Momente“ verschickt. 24 Romanvorschläge zu allen möglichen “Zipperlein” verpackt als literarisches Rezept für die Pharmacie littéraire (hier zeigt sich meine francophone Affinität – Französisch ist für mich eine der schönsten Sprachen, weil es so melodisch ist) mit Dosierung und “Nebenwirkungen”.

Der Prozess einen kontinuierlichen Newslettercontent zu machen, steht bei mir für 2026 ganz oben auf der To-Want-Liste.

Aber er wird und er wird spannend: er ist an Menschen gerichtet, die sich interessieren für Themen, was kommt nach der Notfallmedizin oder vielmehr was machen Notfallmedizinische Themen, Extremsituationen emotional mit denjenigen, die sie erfahren mussten und deren Angehörig. Das Leben danach. Themen die entstehen aufgrund emotionaler Erschöpfung, sowohl körperliche, aber auch mentale und seelische Belastungen/Entlastungen, aber wie in meinem Blog auch geplant, Themen die mich auch noch interessieren, gesellschaftlich wichtig und zuweilen brisant. 

Hier können Sie sich in meinen Newsletter, den ich Wochen-End-Momentum  nennen möchte, eintragen. 

Marketing und Technik – wider Erwarten

Parallel dazu habe ich mich 2025 mit Marketing und Technik beschäftigt – nicht aus Begeisterung, eher aus Notwendigkeit. Beides sind Themen, die mir nicht liegen. Ich bin weder technikaffin noch habe ich ein natürliches Interesse daran, mich mit Tools, Plattformen oder Systemlogiken auseinanderzusetzen. Lange Zeit habe ich genau das auch vermieden, weil es mir den Zugang zu meinen eigentlichen Inhalten eher verstellt als erleichtert hat.

Gleichzeitig wurde mir klar, dass es auf Dauer nicht funktioniert, Inhalte zu entwickeln, ohne zu verstehen, wie sie ihren Weg nach außen finden. Ich wollte nicht ständig auf Hilfe angewiesen sein, nicht bei jeder kleinen Änderung jemanden fragen müssen, nicht an technischen Hürden scheitern, bevor etwas überhaupt sichtbar wird. Der Wunsch nach Autonomie war stärker als meine Abneigung.

Also habe ich begonnen, mich einzuarbeiten. Schrittweise, mit Umwegen, mit Frustration, mit vielen Momenten, in denen ich dachte, dass andere dafür eindeutig besser geeignet wären. Marketing habe ich dabei nicht als Selbstdarstellung verstanden, sondern als Übersetzungsarbeit: Wie werden Inhalte auffindbar, ohne sich zu verbiegen? Wie bleibt man bei sich, ohne unsichtbar zu sein? Technik wiederum wurde zu etwas sehr Konkretem – weniger abstrakt, weniger bedrohlich, sobald ich verstanden habe, was ich wirklich brauche und was nicht. Ich habe es letztlich geschafft, die Webseite für meine OnlinePraxis völlig ohne Hilfe zu erstellen, sowohl die Texte als auch die Technik

Es ging nie darum, alles perfekt zu beherrschen. Sondern darum, genug zu verstehen, um Entscheidungen treffen zu können. 

Heute empfinde ich Marketing und Technik nicht als Leidenschaft. Ich bin darin auch keineswegs souverän. Immer wieder verliere ich mich im Versuch, eigenes Unwissen auszugleichen, Dinge zu optimieren oder Zusammenhänge zu verstehen, die mir nicht intuitiv zugänglich sind – und das kostet Zeit, oft mehr, als mir lieb ist.

Trotzdem gebe ich nicht auf. Nicht, weil es mir Freude macht, sondern weil ich weiß, dass es notwendig ist. Marketing und Technik sind für mich Werkzeuge geworden, mit denen ich mich arrangiere: mühsam, schrittweise, manchmal widerwillig, aber zunehmend bewusster. Gerade dieses Dranbleiben eröffnet mir Handlungsspielraum. Es ermöglicht mir, Inhalte nach meinen eigenen Maßstäben zu entwickeln und nicht vollständig von Plattformen, externen Lösungen oder technischen Unsicherheiten abhängig zu sein.

Buchveröffentlichung

Im August, während ich auf Bandos, Malediven war, erschien mein Buch “HypnoNovelTherapie”  bei Amazon. Kein Moment, den ich lange geplant oder dramaturgisch vorbereitet hätte. Ich saß nicht vor dem Laptop, um Zahlen zu checken, und es gab keinen Launch-Plan. Ich war an einem Ort, der eigentlich nichts mit Schreiben, Medizin oder Veröffentlichung zu tun hatte. Vielleicht war genau das passend. Das Buch war zu diesem Zeitpunkt längst geschrieben – und innerlich abgeschlossen.

Es handelt sich um ein Sachbuch, entstanden aus einer sehr praktischen Frage: Warum sind so viele Menschen chronisch erschöpft? Und warum bleibt es so selten bei der Erschöpfung allein? Ich beschreibe, wie sich aus anhaltender Überforderung Ängste entwickeln können, depressive Dynamiken, klassisches Burnout – aber auch das weniger klar benannte Burn-on, dieses dauerhafte Weiterfunktionieren über die eigenen Grenzen hinaus. Mir war wichtig, diese Zustände nicht isoliert zu betrachten, sondern ihre Übergänge sichtbar zu machen.

Das Buch enthält ein eigenes Kapitel zur Hypnose und eines zur Romantherapie – streng genommen Bibliotherapie. Beides erkläre ich getrennt, fachlich sauber, ohne Überhöhung. Und ich lege dar, warum ich überzeugt bin, dass gerade die Kombination aus beiden Ansätzen besonders wirksam sein kann: Hypnose als Zugang zu inneren Prozessen, Romantherapie als strukturierende, sprachliche und identitätsstiftende Ebene. Jede Methode kann für sich genommen werden, aber gemeinsam eröffnen sie einen Raum, den ich in meiner Arbeit als hilfreich erlebe.

Geschrieben habe ich das Buch bereits im Frühjahr 2024, während meines sechsten Einsatzes mit Ärzte ohne Grenzen– diesmal in Tansania. Es war ein Einsatz ohne Kriegsschauplatz, ohne permanente Sicherheitslage, ohne jedes Wochenende im Krankenhaus verbringen zu müssen. Gleichzeitig war ich körperlich eingeschränkt: Ich reagierte allergisch auf das hohe Buschgras und konnte an den Wanderungen meiner Kolleg:innen nicht teilnehmen. Während andere unterwegs waren, blieb ich zurück. Rückblickend war es eine paradoxe Situation: Einschränkung auf der einen Seite, Zeit und Ruhe auf der anderen. Genau in diesem Spannungsfeld ist das Buch entstanden.

Das Cover habe ich selbst mit Canva gestaltet. Nicht, weil ich gestalterisch besonders begabt bin, sondern weil ich mich – ähnlich wie beim Marketing – nicht davon abhalten lassen wollte, dass ich etwas nicht selber hinbekomme.

Besonders gefreut hat mich das Feedback einer engen Freundin von mir, sehr schulmedizinisch geprägt und Esoterik gegenüber ausgesprochen kritisch. Sie bezeichnete das Buch als gut recherchiert und fachlich solide. Das war mir ehrlich gesagt wichtiger als jede wohlwollende Rezension aus einem affirmativen Umfeld.

Der Moment, als ich mein Buch zum ersten Mal physisch in den Händen hielt, war unglaublich. Ein klarer Stolz. Nicht auf das Ergebnis allein, sondern darauf, dass ich es durchgezogen habe – trotz Zweifel, trotz Umwegen, trotz fehlender Begeisterung für vieles, was mit Veröffentlichung, Sichtbarkeit und Vermarktung zu tun hat. Das Buch liegt nun vor mir. Und das reicht.

Umzug nach Klosters

Der Umzug nach Klosters war eine bewusste Entscheidung, in die Berge zu gehen. Nicht als Gegenentwurf zum bisherigen Leben, sondern als Wahl eines anderen räumlichen Rahmens mit der Option des Rückzuges. Es ging um um einen Ort, der weniger Reiz bietet und damit andere Lebensbedingungen ermöglicht.

Zu Beginn war der Umzug vor allem organisatorisch. Ankommen, einrichten, Alltag herstellen. Erst mit der Zeit zeigte sich, dass der Ort Einfluss nimmt – nicht im Sinne einer Stimmung oder Symbolik, sondern ganz praktisch. Wege sind zT länger zu meinem Arbeitsort der Helikopterbasis, Entscheidungen über Tagesabläufe eindeutiger, Ablenkung begrenzter. 

Das hat Konsequenzen für meine selbständige Arbeit, Konsequenzen auf Konzentration und Rhythmus.

Klosters wurde damit zu einem funktionalen Rückzugsort, ohne dass ich mich aus beruflichen oder sozialen Zusammenhängen zurückgezogen hätte. Arbeit findet weiterhin statt, Verpflichtungen bleiben bestehen, nur der äußere Rahmen ist ein anderer. 

Diese Veränderung ist unspektakulär, aber wirksam.

Rückblickend war der Umzug eine meiner besten Entscheidungen. Eine, die Bedingungen geschaffen hat, unter denen sich Fokus und Klarheit im Alltag eher einstellen – nicht als Ziel, sondern als Folge

Umzug nach Klosters, Kippweg 1, auf zum Platz meiner Praxis Hypno Novel Therapie
Umzug
Klosters
Blick auf den Silvrettagletscher

Bewegung, Natur und Reisen

Bewegung und Ortswechsel hatten 2025 einen festen Platz – nicht als Ausgleich im klassischen Sinn, sondern als Teil des Alltags. Ich habe Schneeschuhlaufen für mich entdeckt, war Skifahren und verreiste viel. Nicht getrieben, sondern bewusst verteilt über das Jahr.

Eine besondere Konstante war Nizza, wo ich erneut Zeit mit meiner älteren Tochter verbracht habe. Sie studiert inzwischen Jura mit wachsender Begeisterung und teilt ihr Wissen gern – oft recht detailliert; was ich nicht alles über Recht schon gelernt habe. Es war bereits unser zweiter gemeinsamer Sommer dort, und der Ort fühlt sich jedes Mal vertrauter an. So vertraut, dass wir irgendwann begannen, über eine Wohnung zu sprechen. Noch ist es ein Gedanke, aber einer, der geblieben ist.

Lissabon habe ich mit meiner jüngeren Tochter erkundet, die 2026 ihr Abitur macht und der kreative Pol der Familie ist. Sie hat ein ausgeprägtes Gespür für Ästhetik, sieht Details, die andere übergehen, und arrangiert Blumen besser als mancher Blumenladen. Wir waren in der Altstadt unterwegs, in Sintra, haben Schlösser besichtigt und uns Zeit füreinander genommen – ohne festes Programm.

Mit einer engen Freundin war ich wandern. Der geplante Weg führte über eine Wiese mit Kühen, Stieren und Jungtieren – eine Situation, die wir schnell neu einschätzen mussten, weil die Muttertiere sichtbar schützend reagierten. Wir entschieden uns zur Umgehung der Wiese, was bedeutete: klettern, rutschen, immer wieder die Gefahr, am Hang abzurutschen. Es war unübersichtlich, anstrengend und erforderte absolutes Vertrauen in den „Weggefährten“. Am Ende kamen wir sicher an. Wir nahmen uns lachend und weinend zugleich in den Arm und stellten fest: Wir können auch gemeinsam Probleme angehen.

Dublin führte mich mit jener Freundin zusammen, die ich vorher im Teil Buchveröffentlichung bereits erwähnt habe. Wir sind zwar seit dem Studium befreundet, aber noch nie zusammen länger weg gewesen. Es war wirklich so eine bereichernde Zeit, wenn auch nur ein verlängertes Wochenende.  Wir tanzten bis spät in der Nacht im Brazen Head – dem ältesten Pub Irlands, liefen bei Sturm “Amy” über den Küstenwanderweg und führten lange Gespräche über Gott und die Welt – ohne Verpflichtungen.

Auf den Malediven schließlich war ich mit meiner erweiterten Familie, meinem Mann, meinen Töchtern und deren Partner.  Tauchen mit den Mantas, Schnorcheln mit Ammenhaien und Schildkröten, Lesen und gemeinsame Spieleabende. Zeit, die nicht gefüllt werden musste.

Diese Form von Bewegung und Ortswechsel war kein Gegenpol zum Alltag, sondern Teil eines neuen, wunderbaren Lebensrhythmus.

Eine unfreiwillige Zäsur – und neue Freiräume

Ab der Mitte des Jahres hatte ich keine Führungsposition mehr. Diese Veränderung war nicht geplant, nicht gewollt und zunächst auch nicht als Chance lesbar. Sie bedeutete vor allem eines: einen Einschnitt in eine Struktur, die über Jahre verlässlich, fordernd und identitätsstiftend gewesen war. Verantwortung, Entscheidungsdichte, Tempo – all das fiel nicht weg, sondern veränderte sich abrupt.

In den ersten Wochen stand weniger die Frage im Vordergrund, was nun möglich werden könnte, sondern was verloren gegangen ist. Führung prägt nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch Selbstverständnis und Rhythmus. Der Wegfall dieser Rolle ließ zunächst eine Leerstelle entstehen, die nicht sofort zu füllen war. Rückblickend war genau diese Leerstelle entscheidend.

Mit der Zeit wurde sichtbar, was zuvor kaum Raum hatte: Zeit, die nicht vollständig verplant war. Energie, die nicht permanent in Koordination, Erwartungsmanagement und Entscheidungsdruck floss. Und eine Form innerer Freiheit, die nicht aus Entlastung entstand, sondern aus veränderten Anforderungen. Dinge mussten nicht sofort entschieden werden. Nicht alles war dringend. Nicht jede Reaktion notwendig.

Diese neu entstandenen Freiräume führten nicht automatisch zur Entwicklung, aber sie machten sie möglich. Schreiben, Lesen, Lernen bekamen Platz. Reisen wurden planbar. Entscheidungen konnten verschoben, überprüft oder bewusst getroffen werden – weniger fremdbestimmt, mehr eigenständig.

Rückblickend war diese Zäsur kein Bruch, sondern eine Verschiebung. Sie hat nicht alles leichter gemacht, aber anderes möglich. Und sie hat den Rahmen geschaffen, in dem viele der Entwicklungen des Jahres überhaupt erst stattfinden konnten.

Neupositionierung – bewusst nachjustiert

Ca 6 Wochen vor Jahresende war mein Gehirn blockiert – mir fielen keine Blogthemen mehr ein, meine Advents- und Weihnachtsaktionen wurden gar nicht angenommen, alles fühlte sich schwer und nicht stimmig an. Es ging soweit, dass ich über Aufgeben nachdachte. Dennoch meldete ich mich bei Judith Peters für den Jahresrückblog an (an diesem Artikel erkennt ihr, dass ich noch nicht aufggegeben habe 🙂). 

 Am zweiten Tag des Jahresrückblogs von JudithPeters fiel es mir wie Schuppen von den Augen: meine Positionierung ist weder eindeutig , noch entspricht sie mir , und zudem hat jeder 3. meine Zielgruppe. Also entschloss ich mich für eine tiefere Positionierung, die mein Wissen der Notfallmedizinerin  und der hoffentlich baldig zertifizierten Palliativmedizinerin miteinbezieht. 

Solche Korrekturen sind nicht bequem, zumal ich nun meine Webseite anpassen muss, dadurch meine neu entstehende Blog Seite auf WordPress nicht fertig wurde (letzteres hatte etwas sehr gutes, konnte sie gestern im TCS Workshop zumindest auf ein Level bringen, welches mir heute erlaubt, den ersten Blogartikel zu veröffentlichen 🙂 )

Positionierung wird gern als etwas Endgültiges verstanden, als sauber formuliertes Ergebnis eines strategischen Prozesses. In der Realität ist sie oft brüchiger. Sie muss passen, nicht nur nach außen, sondern und vor allem nach innen. Und wenn das nicht der Fall ist, hilft keine sprachliche Feinjustierung. Dann braucht es einen Schritt zurück.

Mir wurde klar, dass ein wesentlicher Teil meiner fachlichen Realität in der ersten Version zu sehr in den Hintergrund gerückt war. 

Ich bin eine mit Leidenschaft luftgebundene Notärztin. Das ist keine biografische Fußnote, sondern prägt meine Perspektive, meine Entscheidungslogik und meinen Blick auf Menschen in Ausnahmesituationen. Diese Erfahrung verschwindet nicht, wenn ich schreibe, lehre oder begleite. 

Sie wirkt weiter – auch jenseits des klinischen Settings.

Die Neupositionierung bedeutete deshalb kein Neu-Anfangen, sondern ein Zurückholen. Weg von einer abstrakten Beschreibung hin zu einer klaren fachlichen Verankerung. Nicht, um mich darüber zu definieren, sondern um transparent zu machen, aus welchem Kontext heraus ich denke und arbeite.

Einzug der Zwei Katerbrüder im Hause Schmidt

Seit dem 18. Januar 2025 prägen zwei Katerbrüder unseren Alltag: Cosmo und Cody, beide British Shorthair. Sie kamen als drei Monate alte Babys zu uns – neugierig, unbeholfen und mit einer Energie, die sich nicht dosieren lässt. Ihr Einzug fiel in eine Zeit, in der unser Zuhause noch spürbar vom Verlust geprägt war.

Unser vorheriger Kater Kusja war im Sommer 2024 an einer Herzerkrankung gestorben. Er liegt in unserem Garten, an einem festen Ort, mit einer Kerze, die dauerhaft brennt.

Cosmo und Cody sind kein Ersatz. Sie sind etwas Eigenes. Und genau das hat Zeit gebraucht.

Die beiden bringen viel Bewegung und Unruhe in den Alltag. Sie sind noch Babys, testen Grenzen, jagen sich, raufen sich – manchmal mit einer Ernsthaftigkeit, die überrascht. Gleichzeitig sorgen sie für Lachen, oft ungeplant. Vor allem Cody, dessen Körperproportionen aus dem Gleichgewicht geraten scheinen: ein zu großer Kopf für einen zu kleinen Körper, was ihn auf eine ganz eigene Weise besonders niedlich macht. Beider Tollpatschigkeit hat etwas Entwaffnendes.

Auch unser Hund Ella hat die beiden als Familienmitglieder akzeptiert. Nicht sofort, aber klar. Heute gehört diese Dreierkonstellation selbstverständlich zum Alltag.

Im Dezember kam dann ein Moment, der zeigte, wie schnell Verantwortung konkret wird: Cody verletzte sich plötzlich akut. An einem Samstagvormittag ging es mit wehenden Fahnen zum Tierarzt, kurz darauf folgte eine Operation. Die Situation war angespannt, unerwartet, fordernd. 

Auffällig war, wie empathisch Ella und Cosmo reagierten – gerade Cosmo, obwohl die beiden Kater sonst regelmäßig heftig aneinandergeraten

Cody & Cosmo
Ella

2.Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

  • mein Buch ist publiziert
  • ich habe meinen Blog eröffnet
  • verstehe Marketing und die ungeliebte Technik (etwas) besser
  • und letztlich kann ich jetzt einen Kopfstand 🙂

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

  • Neben dem Umzug nach Klosters gab es 2025 mehrere Entscheidungen, die sich im Rückblick als gut erwiesen haben, weil sie Entwicklung ermöglicht haben.
  • Eine dieser Entscheidungen war, das Schreiben ernst zu nehmen. Nicht als Nebenprodukt, nicht als Marketingmaßnahme, sondern als eigenständige Arbeitsform. Der Aufbau des Blogs, die Teilnahme am Blogtoberfest und das Dranbleiben am Schreiben haben einen Raum geschaffen, in dem Denken sichtbar wird. 
  • Ebenfalls richtig war es, mich trotz Widerständen auf Marketing und Technik einzulassen. Nicht aus Begeisterung, sondern aus dem Wunsch heraus, handlungsfähig zu bleiben. Auch wenn dieser Lernprozess zeitaufwendig und oft mühsam ist, hat er Abhängigkeiten reduziert und mir mehr Kontrolle über meine Inhalte gegeben.
  • Eine weitere wichtige Entscheidung war, den Newsletter aufzubauen 
  • Rückblickend richtig war auch, die unfreiwillige Zäsur in meiner beruflichen Rolle nicht sofort zu überkompensieren. Nach der Zäsur bin ich dennoch der Firma erhalten geblieben, weil ich immer noch das machen kann / darf was meine Leidenschaft nährt – „Notärztin der Lüfte“ zu sein
  • Nicht zuletzt war es eine bewusste Entscheidung, Bewegung, Reisen und Beziehungen nicht als Nebenschauplatz zu behandeln, sondern als festen Bestandteil meines Lebensrhythmus.

Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?

2025 war ein Jahr, in dem sich weniger neue Seiten gezeigt haben als vielmehr bekannte Muster deutlicher wurden. Manche davon bestätigend, andere ernüchternd. Beides war hilfreich.

Positiv habe ich über mich gelernt, dass ich Ausdauer habe – auch dort, wo mir Dinge nicht liegen. Ich halte an Themen fest, die mir wichtig sind, selbst wenn der Weg dorthin mühsam ist. Das zeigte sich besonders beim Schreiben, beim Aufbau eigener Formate und im Umgang mit Technik und Marketing. Ich brauche Zeit, um mich einzuarbeiten, verliere zwischendurch den Überblick, gebe aber nicht auf. Dieses Dranbleiben ist kein Talent, sondern eine Haltung.

Ich habe außerdem gelernt, dass ich Klarheit schätze – und sie zunehmend einfordere. In Texten, in Entscheidungen, in meiner Positionierung. Unstimmigkeiten halte ich schlechter aus als früher. Das führt nicht immer zu schnellen Lösungen, aber zu ehrlicheren.

Negativ – oder realistischer: begrenzend – habe ich gelernt, dass ich mich leicht in Komplexität verliere. Besonders dort, wo Unsicherheit auf mangelnde technische Routine trifft, neige ich dazu, zu lange zu optimieren, zu recherchieren, zu hinterfragen. Das kostet Zeit und Energie. Ich erkenne inzwischen schneller, wenn ich mich festfahre, auch wenn es mir noch nicht immer gelingt, rechtzeitig auszusteigen.

Ich habe auch gemerkt, dass ich Verantwortung sehr ernst nehme – manchmal zu ernst. Das macht verlässlich, aber nicht unbedingt leicht. Abgeben fällt mir schwer, selbst wenn es sinnvoll wäre.

Insgesamt habe ich 2025 gelernt, dass Entwicklung bei mir nicht über Tempo funktioniert, sondern über Konsequenz. Und dass Selbstkenntnis weniger darin besteht, sich neu zu erfinden, als darin, sich genauer zuzusehen.

Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.

  • Schneeschuhwandern
  • Kopfstand
  • ein Buch veröffentlicht
  • nicht zum ersten Mal , aber seit langer Zeit wieder ohne Angst tauchen gewesen
  • auch nicht zum ersten Mal einen Blogartikel geschrieben, aber das letzte Mal war es einer für die Plattform von Ärzte ohne Grenzen

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

  • Man kann alles lernen, man muss nur wollen oder zumindest den Sinn dahinter finden 

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Ich bin dankbar für meine Familie, und ganz besonders für meine Töchter. Zu sehen, wie sie zunehmend sozial- und gesellschaftskritisch denken, Position beziehen und diese auch vertreten, empfinde ich als großes Geschenk. Sie argumentieren, hinterfragen, widersprechen – nicht aus Provokation, sondern aus Überzeugung. In Diskussionen, Präsentationen und Gesprächen bringen sie Haltung ein, und das fordert auch mich heraus, wach zu bleiben. Diese Form von Austausch ist nicht immer bequem, aber lebendig und ehrlich.

Dankbar bin ich auch, dass mein Mann, der am liebsten handfeste Dinge und Situationen hat, mir die Idee von der OnlinePraxis und dem Bloggen nicht versucht auszureden. Im Gegenteil hat er sich – wider meiner Erwartung – sogar in meinen Whatsappkanal „Hypnose trifft auf Romantherapie“ eingetragen.

Ebenso dankbar bin ich für die Partner meiner Mädchen, die zu ihnen passen, ohne sich aufzudrängen. Menschen, mit denen mein Mann und ich selbstverständlich Zeit verbringen können – selbst auf engem Raum, wie einer kleinen Malediveninsel. Dieses harmonische Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit, und ich weiß es sehr zu schätzen.

Dankbar bin ich auch für die Präsenz unserer Tiere. Sie strukturieren den Alltag, fordern Verlässlichkeit und bringen eine Form von Gegenwart mit, die sich nicht delegieren oder verschieben lässt. Das ist manchmal anstrengend, aber stabilisierend.

Ich bin dankbar für meine Freundinnen. Es sind nicht viele, aber die Beziehungen sind tief. Zwei von ihnen können gut zuhören – ohne sofort zu bewerten oder Lösungen anzubieten. Drei andere haben die Kraft, mich immer wieder einzuordnen, mich zu spiegeln und nicht aus der Verantwortung zu entlassen. Und nicht zu vergessen diejenige, die die Natur am meisten liebt und mich sowohl zum Bergwandern als auch zum Schneeschuhlaufen gebracht hat – auch wenn aus einer Wanderung gelegentlich eine Kletterpartie wird. Diese Freundschaften sind unterschiedlich, aber sie halten.

Ich bin dankbar für die Energie, die mir von Natur aus zur Verfügung steht – nicht als Dauerzustand, sondern als Ressource. Sie erlaubt mir, Dinge anzugehen, dranzubleiben und auch dort weiterzumachen, wo es mühsam wird. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass man vieles lernen kann, wenn man den Sinn dahinter versteht. Nicht alles mit Freude, aber mit Konsequenz.

Und schließlich bin ich dankbar für meine Mutter, die bis heute an einem einfachen Prinzip festhält: „Geht nicht, gibt’s nicht. Kann ich nicht, gibt’s auch nicht. Es wird alles versucht – bis zum Beweis des Gegenteils.“ 

Dieser Satz hat mich geprägt. 

2025 habe ich deutlicher gesehen, wie sehr er mein eigenes Handeln bis heute bestimmt.

Mein 2025 in Zahlen

  • meine Instagram-Follower: 103 seit den letzten 2 wochen (dank meiner jüngeren Tochter, welche neuerdings meinen Content macht)
  • meine Facebook-Fans: 110 auch erst seit 2 Wochen
  • Anzahl meiner veröffentlichten Blogartikel:       8 mit diesem
  • Gelaufene Schritte:   1.597.709 schritte
  • Anzahl Urlaube:  5
  • Anzahl meiner gelesenen/gehörten Bücher:   75
  •  Anzahl deiner gemachten Reels:   24

3. Mein Ausblick auf 2026

Was ich 2026 anders (besser) mache

  • meine Woche strukturieren, so dass ich nicht immer das overwhelmingGefühl habe
  • deutlich mehr Sport
  • endlich die mehrtägige Hüttenwanderung, eben mit jener wider-geplante-Kletterpartie-Freundin
  • öfter ins Theater, Konzert gehen
  • keine Schokoladen-Frustessen mehr

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

2026 richte ich meine Arbeit konsequent auf Menschen aus, deren Leben sich durch medizinische Extremerfahrungen, Trauer, Tod oder lang anhaltende Überforderung/Erschöpfung deutlich verändert hat. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Frauen, schließt aber andere Menschen nicht aus.

Gemeint sind Situationen, in denen sich Belastung nicht nur gedanklich oder emotional zeigt, sondern spürbar in den Alltag und in den Körper hinein wirkt. Dazu zählen unter anderem:

  • anhaltende Erschöpfung, auch nach ausreichend Schlaf
  • das Gefühl dauernder innerer Anspannung oder innerer Leere
  • Schlafstörungen oder frühes Erwachen
  • ein verändertes Essverhalten (z. B. Essen zur Beruhigung oder Appetitverlust)
  • Gewichtszunahme oder -veränderungen ohne klaren äußeren Anlass
  • körperliche Beschwerden ohne eindeutige medizinische Erklärung
  • das Gefühl, sich im eigenen Körper fremd oder nicht mehr zu Hause zu fühlen

Mein Angebot umfasst 2026:

  • ärztlich-therapeutisch fundierte Einzel- und Prozessbegleitung bei Trauer und Verlust
  • Begleitung nach medizinischen Extremerfahrungen, etwa nach Wiederbelebung, intensivmedizinischen Situationen oder für Angehörige nach solchen Ereignissen
  • Arbeit mit Erschöpfung sowie mit körperbezogenen Veränderungen im Kontext von Belastung, Verlust und Lebensbrüchen

Der Einstieg in meine Arbeit erfolgt grundsätzlich über ein kostenloses Erstgespräch. In diesem Gespräch wird geklärt, worum es aktuell geht, welche Form der Begleitung sinnvoll ist und ob eine Zusammenarbeit passend ist. Das Erstgespräch dient der Orientierung und verpflichtet nicht zu einer weiteren Begleitung. Daraus ergeben sich – wenn fachlich sinnvoll – Einzelarbeit, begleitende Formate oder längerfristige Angebote.

Komm auch gerne in meinen Newsletter, hier erfährst allles wissenswerte: 

Meine 7 Ziele für 2026

  • Ziel 1 Ein weiteres Buch schreiben: das Thema soll um Grenzerfahrungen gehen 
  • Ziel 2 mein Kiswahili reanimieren, ich durfte es letztes Jahr in Tansania lernen, kann aber nur noch einen Satz – na ja als Notärztin kenne ich mich ja mit Wiederbelebung aus 
  • Ziel 3 planbares Einkommen durch meine Selbständigkeit erlangen durch Bloggen und Launchen
  • Ziel 4 mind 52 Blogartikel schreiben
  • Ziel 5 mindestens 20 von den immer noch nicht gelesenen Bücher aus meinem Bookshelf lesen
  • Ziel 6 SixHalf laufen – dies sind 6 ½ Marathons in Lissabon, Valencia, Kopenhagen, Cardiff, Prag und Berlin
  • Ziel 7 täglich Power-Yogaeinheiten machen

Wenn du magst lese regelmässig meinen Blog und damit du rechtzeitig Bescheid weisst trage dich doch in meinen Newsletter ein. Für ein selbstbestimmteres Leben, freue ich mich, wenn du dich zum Erstgespräch anmeldest und wir zusammenschauen, ob und wie ich dir weiterhelfen kann:

Mein Motto für 2026 heißt: Vom Überleben zurück ins Leben

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